Osteopathie in München Perlach

Wir begrüßen Sie in unserer osteopathischen Praxis in München Perlach. Mit dem Engagement und der Fachkompetenz unseres Teams sind Sie bei uns in guten Händen.

Und so finden Sie uns:

Praxis KörperRaum
Sebastian-Bauer-Str. 28
81737 München

Sicherlich wissen Sie, dass die Osteopathie eine ganzheitliche medizinische Therapie ist, bei der manuelle Diagnostik und Therapie im Mittelpunkt stehen.

Vielleicht wissen Sie auch, dass die Osteopathie lange zu den empirisch bewährten Heilmethoden zählt, die nicht nur Erkrankungen des Skelettsystems umfasst, sondern sich darüber hinaus als ganzheitliches Therapiekonzept versteht, das sich mit dem gesamten Menschen beschäftigt – mit dem Körper ebenso wie mit Geist und Seele.

Das Ziel einer osteopathischen Behandlung ist die Wiederherstellung der körperlichen Funktionsfähigkeit, die durch die manuelle Beseitigung von Blockaden und Bewegungsverlusten erreicht wird.

Aber wussten Sie auch, dass sich die Osteopathie nicht nur bei Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates bewähren kann, sondern auch bei

  • funktionellen Organbeschwerden,
  • vegetativen Störungen,
  • in der Schwangerschaftsbegleitung und
  • in der Kinderheilkunde?

Osteopathie ist dabei gleichzeitig Wissenschaft, Kunst und Philosophie.

Sie suchen eine Praxis für Osteopathie in der Nähe?

Behandlungsablauf in unserer Praxis für Osteopathie in Perlach

So läuft eine osteopathische Behandlung bei uns ab:

  1. Der Behandlung gehen ein ausführliches Vorgespräch und ein Ganzkörperbefund voraus. Informationen über Ihre derzeitige Lebenssituation (Krankheiten, Verletzungen, Operationen, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten…) können ein wichtiger Hinweis für eine adäquate Untersuchung und Behandlung sein.
  2. Es folgt eine körperliche Untersuchung, die ergänzend zum Anamnesegespräch wichtige Aufschlüsse über Ausmaß und Ursachen Ihrer Beschwerden und die geeignete Therapie gibt.
  3. Da die Osteopathie eine rein manuelle Therapieform ist, werden Gewebe mit verminderter Beweglichkeit oder erhöhter Spannung mittels der Hände ertastet und aufgespürt. So erhält der Therapeut wichtige und qualitativ wertvolle Hinweise über die funktionellen Abläufe im Körper und die primären Ursachen der Beschwerden.
  4. Diese werden dann mittels verschiedener manueller Techniken korrigiert.  Welche Therapievariante gewählt wird, hängt vom individuellen Beschwerdebild und der Krankengeschichte des Patienten ab.

In vielen Fällen spüren Sie schon während oder kurz nach der Behandlung eine deutliche Besserung der Beschwerden. In manchen Fällen kann es nach der Wiederherstellung der Beweglichkeit aber zu einer Erstverschlimmerung kommen. Diese Beschwerden sollten Sie nicht beunruhigen. Im Gegensatz zu manch anderer Therapie, sind bei der Osteopathie die freien Intervalle zwischen den Sitzungen oftmals länger – der Körper braucht diese Pausen und nutzt sie, um ungestört Eigenregulationskräfte zu mobilisieren, was letztlich Sinn und Zweck der osteopathischen Behandlung ist.

Haltungsanalyse

Die äußere Haltung beeinflusst die innere Haltung und umgekehrt.

Unsere Bewegungsmuster und unsere Haltung sind, neben den Muskelverspannungen und -verkürzungen, maßgeblich für die Belastungen unseres Bewegungsapparates. Jeder Mensch hat eine für ihn typische Art der Bewegung und der Haltung. Haltung ist etwas sehr Individuelles, Situatives und meist Unbewusstes.

Im Laufe unseres Wachstums und im Zuge der alltäglichen Aktivitäten bilden wir typische Bewegungs- und Haltungsmuster aus, die bestimmen, wie sich unsere Muskulatur und unsere Gelenkbeweglichkeit entwickeln. Lange können wir diese Fehlhaltungen und Fehlbelastungen kompensieren. Im Laufe der Zeit entstehen daraus aber Beschwerden, da es den Körper bzw. die Muskulatur viel Kraft kostet, diese unökonomischen Bewegungsabläufe entgegen der Schwerkraft durchzuführen sowie den Fehlhaltungen und -bewegungen gegenzusteuern. Eine aufrechte Haltung kostet den Körper viel weniger Kraft, da die Muskulatur des gesamten Körpers wieder physiologischer und gleichmäßiger belastet wird.

Die Analyse der Körperhaltung ist für viele Patienten ein erster Schritt, mit ihrem Körper und ihren Fehlhaltungen vertraut zu werden.

Haltungsanalyse ist gleichzeitig Erkennen, Verstehen und Chance.

Faszien-Behandlung nach Typaldos

Die manuelle Faszien Therapie (MFT) ist eine effektive Behandlungsmethode für Beschwerden des Bewegungsapparates. Sie basiert auf einem von dem amerikanischen Arzt und Osteopathen Stephen Typaldos entwickelten neuartigen Diagnostik- und Behandlungsmodell, dem Faszien-Distorsions-Modell (FDM).

Das Fasziendistorsionsmodell (= FDM) ist eine anatomische Betrachtungsweise für Verletzungen und Beschwerden des Bewegungsapparates und anderer Organsysteme. Durch diese neuartige Perspektive wird es möglich, Verletzungen und andere Schmerzzustände verschiedener Regionen schnell und effektiv zu behandeln.

Störungen des Bewegungsapparates sind dabei als spezifische Veränderungen der Muskelfaszie und des Bindegewebes zu verstehen (Distorsion). Durch spezielle Handgriffe werden die Fasziendistorsionen behoben und Sie verspüren sofortige und anhaltende Beschwerdelinderung, verbunden mit verbesserter Beweglichkeit von Gelenken, Muskeln und Sehnen.

Dr. Typaldos erkannte bei seinen Patienten, die unter den unterschiedlichsten medizinischen Diagnosen litten, stets wiederkehrende Muster in der Art der Beschreibung der Beschwerden, sowohl bezüglich der Wortwahl als auch in Bezug auf die Körpersprache (die Art und Weise wie der Patient seine Beschwerden zeigt). Diese Körpersprache steht in direkter Beziehung zu einer oder mehreren der sechs Fasziendistorsionen, denen wiederum spezifische Behandlungstechniken zugeordnet sind.

Myofasziale Integration

Verdickungen und Verhärtungen des Bindegewebes machen bestimmte Zonen oder Züge des Bindegewebes weniger beweglich, bzw. lassen bestimmte Faszienzüge verkürzen. Die Gleitfähigkeit des Bindegewebes und dessen Stoffwechsel werden ungünstig beeinträchtigt.

Myofasziale Probleme resultieren oftmals aus Fehlhaltungen, Fehlbewegungsstereotypen, aber auch Traumata, Überlastung, Trainings- und Bewegungsmangel sowie psychische Stressoren. 

Bei der myofaszialen Therapie wenden wir spezifische manuelle Tiefengewebetechniken zur Lösung der bindegewebigen Verhärtungen und Restriktionen an. Durch die gezielte und differenzierte Behandlung der Fasziensysteme verbessert sich die Beweglichkeit des Bindegewebes. Gelenke werden entlastet, blockierte Gelenke lösen sich und stereotype Bewegungsmuster werden aufgelöst.

Als primäres Ziel gilt die Änderung der Haltung von einer statisch monotonen Belastungshaltung hin zu einer aufrechten Körperhaltung und Änderung der Gesamtstatik.

Das Bindegewebe, auch Faszien genannt, durchzieht den gesamten Körper auf vielschichtige Weise.  Sie umschließen jedes Muskelbündel, jede Muskelfaser und jedes Organ. So ist jeder Teil des Körpers mit jedem anderen über ein allgegenwärtiges Netzwerk verbunden.

Fasziengewebe kann zart und transparent, oder eher dick und starr sein (Beispielvideo). Die Spannungsverhältnisse in diesem Netzwerk und die Elastizität der Faszien sind ganz entscheidend dafür, wie geschmeidig Muskeln arbeiten, wie Knochen, Wirbelsäule und auch Organe positioniert sind, wie Gelenke belastet werden. Wenn sich der Körper steif und weniger elastisch anfühlt, ist der Grund dafür meist eine Verklebung des Kollagenfaser-Netzes.

Bindegewebige Verhärtungen und Verfestigungen führen zu einer eingeschränkten Beweglichkeit des Bindegewebes. Diese Restriktionen haben vielfältige Ursachen und Wirkungen auf andere Gewebe- oder Organsysteme. Umgekehrt haben auch Veränderungen in Organen eine Auswirkung auf das Bindegewebe.

In der myofaszialen Therapie wenden wir Methoden an, um die Beweglichkeit des Bindegewebes wiederherzustellen. Wir suchen mittels Inspektion nach großen Verdrehungen und Störungen in den Körpersegmenten und sichtbaren Veränderungen und Verkürzungen von Bindegewebszügen. Daraufhin werden gezielt und individuell für Sie Faszienmanipulationen vorgenommen. Ist eine Tiefenbehandlung nicht angezeigt, werden die Faszien mittels Stretch-Griffen auf leichten Zug gebracht und solange gehalten, bis eine Lösung des Gewebes eintritt. Einen weiteren Ansatz bietet das sogenannte „Unwinding“ des Gewebes, wo man der inhärenten Bewegung der Gewebe folgt. Das Gewebe hat so die Möglichkeit, sich von selbst zu lösen.

Ziel ist eine aufrechte Körperhaltung und Verbesserung der Gesamtstatik. Erreicht wird, dass Sie Situationen im Alltag und im Sport deutlich besser meistern und zu gesteigerten Leistungen in der Lage sind.

Warum kann die Faszientherapie Schmerzen lindern?

Durch die Verringerung der faszialen Spannung und der Verbesserung der Elastizität sowie des Gleitens wird der nozizeptive Input verringert. Das bedeutet, dass durch die Behandlung die Spannung in den Faszien und dadurch die Schmerzbildung und Schmerzwahrnehmung reduziert wird. Durch die mechanische Behandlung der Faszien erreichen wir somit Schmerzreduktion bzw. Schmerzfreiheit.

Sanfte myofasziale Fibrolyse (Crochetage)

Die myofasziale Fibrolyse (Crochetage) ist eine effektive Behandlungsmethode für Beschwerden des Bewegungsapparates. Sie wird mittels speziellen Haken aus Metall oder Polyamid durchgeführt. 

In unserer osteopathischen Praxis orientieren wir uns bei der myofaszialen Fibrolyse an dem ursprünglichen Konzept von Kurt Ekman (Mitarbeiter von Dr. Cyriax). Die Fibrolyse ist eine spezielle Anhaktechnik, bei der es zur Auflösung der Verklebungen in den Muskelfaszien, den Sehnengleitlagern oder den intermuskulären Septen kommt. Mit dieser Methode wird die physiologische Beweglichkeit zwischen den verschiedenen Gewebestrukturen wiederhergestellt.

Mögliches Anwendungsgebiete:

  • Muskelverhärtungen / -verklebungen
  • Störungen an Reflexpunkten (z.B. Triggerpunkte, Sehnenpunkte, …)
  • Neuralgien (z.B. Kopfschmerzen, Ischialgien)
  • chron. entzündliche Weichteilverletzungen (z.B. Tennisarm)

Die myofasziale Fibrolyse ermöglicht eine effektive Arbeit und kann in jede Art von Behandlung integriert werden.

Faszientraining

Die Art, wie wir unseren Körper trainieren sollen, hat sich im Laufe der Jahre deutlich verändert.

Haben wir vor ein paar Jahren noch isoliert einzelne Muskelgruppen trainiert, bauen wir heute auf funktionelle Muskelketten auf und trainieren vor allem das bindegewebige kollagene Netzwerk der Faszien im Körper.

Faszien sind das, was jeden Muskel, jedes Organ, aber auch jede Bandstruktur umgibt. Faszien vernetzen unseren Körper und neuste wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Faszien für die Leistungsfähigkeit der Muskeln, für die Koordination und für die Propriozeption eine große Bedeutung haben. Sie sind das Organ, welches alles mit allem verbindet, das den Körper zusammenhält und strukturiert. Das alles hat großen Einfluss auf die Geschmeidigkeit und Genauigkeit einer Bewegung. Das Fasziennetz schafft aber auch gleichzeitig die Voraussetzung Kraft und Schnelligkeit zu erzeugen und auf die einzelnen Körperteile zu übertragen. Heute geht man weg von einzelnen Muskeldehnungsübungen – hin zu Ganzkörperfaszien- und -muskelstreching.

Die Analyse der Körperhaltung ist die Grundlage für ein gezieltes Faszientraining.

Faszientraining beinhaltet neben spezifischen Bewegungsausführungen auch eine gezielte Faszienentspannung mittels der BlackRoll./–>

Sportosteopathie

Sportosteopathie integriert die osteopathische Philosophie in die sportmedizinische Versorgung, vor allem in die Rehabilitation sportspezifischer Verletzungen. Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob Sie Freizeit- oder Leistungssportler oder ob Sie alt oder jung sind. Die Behandlung erstreckt sich auf alle Sportverletzungen (Schmerzen an Wirbelsäule und Becken,  Verletzungen an Schulter, Ellenbogen und Hand, Verletzungen an den Hüften, Knien und Knöcheln sowie Muskel- und Sehnenverletzungen) aufgrund einer Über- oder Fehlbelastung.

In unserer ganzheitlichen Therapie nutzen wir bei akuten und chronischen Verletzungen und Leistungsschwäche neben der Osteopathie auch die Sportphysiotherapie, Akupunktur und andere Naturheilverfahren. Die ganzheitliche Perspektive macht es uns möglich, regenerative Impulse zu setzen, bestehende Störungen in der Körperstatik oder im Bewegungsverhalten zu korrigieren und eventuell Ernährungsratschläge zur schnellstmöglichen Rehabilitation zu geben.

Atmung und Zirkulation

Beim Sport ist die Atmung und die daraus resultierende Versorgung der Muskeln und des Gewebes mit Sauerstoff sehr bedeutsam und für die Leistungsfähigkeit des Sportlers entscheidend. So schließt die osteopathische Behandlung bei Bedarf ebenfalls Atmungstechniken mit ein, so dass durch die Blutzirkulation, gerade beim Sport, die Muskeln besser mit Sauerstoff versorgt werden.